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Die ganzheitliche auditiv-verbale Förderung setzt eine ausgezeichnete technische Anpassung und einen ausschliesslich auditiv-verbalen Input voraus. Durch den konsequenten ‚normalen‘ Sprachgebrauch bringt man das hörgeschädigte Kind zum Hören, Verstehen und Sprechen. Die Gespräche der Bezugspersonen mit ihren Kindern über aktuelle Ereignisse sind die Basis für die Sprachentwicklung der Kinder. Die Eltern sollen dahin geführt werden, dass sie zu guten Zuhörern und Beobachtern ihrer Kinder werden. Wenn sie das sind, ist es ihnen möglich, die Handlungen und Spiele ihrer Kinder zu verstehen, mitzuspielen und darüber zu sprechen.
Auch hörgeschädigte Kinder haben ein Anrecht darauf, dass wir sie mit der ganzen Fülle, die uns die Sprache gibt, ansprechen. Ein hörgeschädigtes Kind ist fähig, Sprache so zu erlernen wie ein hörendes. Der Prozess jedoch braucht mehr Zeit und Durchhaltevermögen, einen starken Willen und ein Umfeld, das auch bei erschwerten Bedingungen energievoll und mutig bleibt.
Je natürlicher und vielfältiger sich die äusseren Bedingungen zeigen, desto vielfältiger und komplexer werden sich im Gehirn entsprechende Muster manifestieren und permanent weiterentwickeln.
Je selbstverständlicher hörgeschädigte Kinder als kompetente Kommunikationspartner ernst genommen werden und man ihnen entsprechend begegnet, desto selbstverständlicher werden auch sie zu kompetenten Kommunikationspartnern.
Haben Eltern hörgeschädigte Kindern, sind es die Eltern, welche sich für eine Erziehungsmethode entscheiden und nicht Selbstbetroffene oder Fachkräfte.
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