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In der Zeit der Berufswahl ist an einiges zu denken: Ein Mensch mit einer Hörbeeinträchtigung sollte nicht in einem lauten Umfeld arbeiten, denn die Hörgeräte oder die CIs verstärken nicht nur Sprache, sondern auch - leider meist unangenehm - die Umweltgeräusche. In welchen Bereichen liegen die Stärken und lassen sich diese auch in einem Beruf, einhergehend mit der Hörschädigung, verwirklichen? Die zukünftigen Lehrbetriebe sollten über die Vorteile eines hörgeschädigten Lehrlings orientiert werden, so zum Beispiel die oft ausgezeichneten visuellen Fähigkeiten, die Konzentrationsfähigkeit und geringe Ablenkbarkeit.
Viele Berufe stehen den hörgeschädigten Jugendlichen offen. Das Finden einer Lehrstelle kann durch die IV-Berufsberatung und den Audiopädagogen unterstützt und erleichtert werden. Immer mehr hörgeschädigte StudentInnen absolvieren ein Studium an verschiedenen Universitäten. Während der Ausbildungszeit kann weiterhin mit der Hilfe und Unterstützung von AudiopädagogInnen gerechnet werden.
Intensiver mündlicher Kundenkontakt in Form von Beratungen, Empfang, Telefongesprächen etc. bildet jedoch eine erhöhte Schwierigkeit für jemanden, der nicht gut hört. Darum werden Berufe mit viel mündlicher Präsenz meist nicht gewählt.
Neben den regionalen Berufsschulen bietet sich in Zürich/Oerlikon die Gelegenheit, die Berufsschule für Hörgeschädigte zu besuchen. Hier werden alle Arbeitsbereiche abgedeckt und die Jugendlichen können in kleinen Gruppen bedürfnisgerecht unterrichtet werden. Die Lehrabschlussprüfungen orientieren sich an den Richtlinien des BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie).
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