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Die Ohrmuschel fängt die Schallwellen auf. Diese werden zum Trommelfell weitergeleitet, das dadurch zum Schwingen angeregt wird. Hinter dem Trommelfell befinden sich drei miteinander verbundene kleine Knöchelchen - die kleinsten des ganzen Körpers. Sie werden Hammer, Amboss und Steigbügel genannt. Der Hammer ist mit dem Trommelfell verbunden. Die Schwingungen werden mechanisch auf diese Knöchelchenkette übertragen und dabei noch verstärkt. Der Steigbügel ist mit dem ovalen Fenster verbunden. Das ovale Fenster ist der Anfang des Innenohrsystems, der Cochlea (griech. für Schnecke). Das Innenohr ist ein mit Flüssigkeiten gefüllter, dreigeteilter, aus zweieinhalb Windungen bestehender Bereich. Einer davon enthält ca.17'000 Härchen. Am Eingang der Cochlea befindet sich, wie bereits erwähnt, das ovale Fenster mit der Steigbügelplatte, welche die Schall-Schwingungen in Form von Wellen an die Flüssigkeit in der Schnecke überträgt. Für die weitergehende Übertragung muss man sich die Frequenzempfindlichkeit der Cochlea wie ein schneckenförmiges Klavier vorstellen.

Je nach Frequenz und Intensität des Impulses werden nur ganz bestimmte Härchen gereizt, ähnlich dem Klavierspiel. Bei einem tiefen Ton werden Haarzellen nahe der Cochleaspitze stimuliert, bei höheren Tönen erfolgt die Reizung zunehmend in der Nähe des runden Fensters. Die gereizten Haarzellen wandeln akustische Signale in elektrische Impulse um. Der Nerv ist der Zubringer zum Gehirn. Erst im Gehirn findet die Verarbeitung der auditiven Signale statt. Es gibt ihnen Bedeutung und Sinn.
Der ganze Prozess dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde.
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