Die Otoakustischen Emissionen (OAE) prüfen die Funktionsfähigkeit der Hörschnecke. Beim Hörvorgang entstehen Schallsignale im Innenohr, die über das Mittelohr und den Gehörgang nach aussen abgestrahlt werden. Durch eine Gehörgangssonde kann dies mit einem Miniaturmikrophon aufgenommen und registriert werden. Bei diesem Screening werden alle Frequenzen geprüft. Am Testresultat lässt sich ablesen, ob der Patient besser oder schlechter als 30 dB hört.
Bei einer BERA (Brainstem Electrical Response Audiometrie) werden die elektrischen Antworten des Hirnstamms gemessen. Der Bereich zwischen 1000 und 4000 Hz kann bis zu 110 dB geprüft werden. Diese Messungen sind bereits im frühesten Kindesalter (mit Schlafmittel) möglich.

Diese Untersuchungsverfahren lassen messtechnisch bedingt keine Aussagen zum Hörvermögen im sehr hohen und sehr tiefen Frequenzbereich zu. Ebenso können eventuell vorliegende geringgradige Hörverluste bis 30 dB nicht sicher ausgeschlossen werden.
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