Instant Messaging (IM) ist seit gegen Ende der 1990-er Jahre weit verbreitet. Instant Messaging Software ermöglichen ein Gespräch auf der Basis von Textmitteilungen in Echtzeit. Diese Kommunikationsart wird umgangssprachlich oft "chatten" genannt. Viele IM-Programme können heute darüber hinaus via Webcam Videobilder die Gesprächsparteien einblenden und bieten weitere zusätzliche Möglichkeiten wie beispielsweise dem Transfer von Dateien oder die verbale Kommunikation mit einem Mikrofon bzw. Lautsprecher, so dass die Kommunikation einem konventionellem Telefon gleicht. Mit IMs kann damit via Bild, Text und Ton kommuniziert werden - was ein sehr grossen Gestaltungsspielraum für die benötigten Bedürfnisse des Hörgeschädigten lässt.
Voraussetzung für diese Kommunikationsart ist ein Computer mit einem Internetanschluss pro Gesprächspartner. Soll mit Videobild kommuniziert werden, müssen die Gesprächspartner je eine Webcam an den Computer anschliessen und eine entsprechend schnelle Internetverbindung wählen. Für die Verbale Kommunikation benötigen die Gesprächspartner je ein Mikrofon sowie je ein Lautsprecher oder Kopfhörer.
Die Tatsache, dass IM-Software nicht nur von Gehörlosen genutzt werden, macht sie gerade für Hörgeschädigte erst recht populär, weil es erstmals mit IM-Software ausser einem an das Internet angeschlossenen Computer keine eigene Spezial-Hardware wie dem Schreibtelefon mehr braucht. Der Durchbruch des IMs war nicht mehr aufzuhalten, als 2001 das Windows XP erschien, das den Zugang ins Internet stark vereinfachte und darüber hinaus eine eigene IM-Software, nämlich MSN (Microsoft Messenger Network) mitbrachte. Weil diese Art von Software zudem in der Regel gratis im Internet downloadbar ist, verbreitete sich das IM rasend schnell. Die hohe Verfügbarkeit und die enorme Einfachheit in der Nutzung sind die Gründe dafür, weshalb das Schreibtelefon heute kaum mehr genutzt wird. Darüber hinaus sorgten diese Gründe für den Flop des TeleSIP, den die Procom zusammen mit Siemens entwickelt hatte. Weil TeleSIP vergleichsweise sehr teuer war, aber kaum einen grösseren Funktionsumfang bieten konnte als die anderen IMs, konnte sich es kaum verkaufen.
Spezialfall: IP-Telefonie mit Skype
Skype ist ein Spezialfall insofern, als es kein IM-Client ist, sondern eine Software für das Telefonieren über das Internet. Skype ist damit eine Software, die eine so genannte VoIP-Telefonie ermöglicht. VoIP ist ein Akronym für "Voice over IP". Man kann aber mit Skype auch chatten oder sogar auch mit einer Webcam den Gesprächspartner als Videobild sehen. Es gibt aber bei VoIP-Software einen entscheidenden Unterschied: Man kann mit einer solchen Software auch (kostenpflichtig) auf das konventionelle Telefonfestnetz anrufen.
IM-clients gibt es wie Sand am Meer. Die gängigsten IMs sind die folgenden:
Die bekanntensten IP-Telefonie-Software sind die folgenden:
Eine Liste weiterer IM-Software mit der Beschreibung ihrer Eigenschaften findet man bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia (Englisch). Für VoIP-Software findet man ebenfalls auf Wikipedia eine ähnliche Liste (Englisch).
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