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SMS
Heute haben in der Schweiz beinahe alle Personen ein Handy, auch Gehörlose. Gehörlose nutzen das Handy jedoch vor allem, um SMS oder MMS versenden zu können. SMS ist ein Akronym für "Short Message Service", also "Dienst für Kurznachrichten". Über SMS werden ausschliesslich Texte übertragen. In einer SMS-Nachricht können maximal 160 Zeichen versendet werden, es gibt allerdings heute bei den meisten Sendern wie den meisten Empfängern Handys, die in der Lage sind, mehre Nachrichten so zu verknüpfen, dass weder Sender noch Empfänger von dieser Zeichenbeschränkung etwas bemerken. Der Kommunikationsfluss ist damit für Hörgeschädigte, die nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen telefonieren können, auch unterwegs relativ gut sicher gestellt.
MMS
MMS ist eine Weiterentwicklung von SMS. Mit MMS können neben Textnachrichten auch multimediale Inhalte wie Bilder und Tondateien übertragen werden. Beim MMS gibt es grundsätzlich in Bezug auf die Textlänge keine Beschränkungen mehr, doch wird von den Mobiltelefon-Netzanbietern ein gewisses Limit an die Übertragungsgrösse gesetzt, die nicht mehr in Zeichen ausgedrückt wird, sondern in Kilobyte. In Bezug auf die Hörschädigung stellen MMS-Nachrichten kein echter Fortschritt dar, weil damit ausser Bilder (und Tondateien, was für Hörgeschädigte kaum interessant ist) nicht mehr übertragen werden können als mit SMS.
UTMS
UMTS ist ein neueres und schnelleres Datenübertragungsprotokoll für Mobiltelefone. Mit UMTS ist der erste Schritt zur mobilen Videotelefonie möglich. UMTS-fähige Handys haben deshalb oft eine eingebaute Kamera, mit dem man sich selber aufnehmen kann, um dem Gesprächspartner sein Bild zeigen zu können, sofern er selber ebenfalls ein UMTS-fähiges Handy hat.
UMTS-Handies verbreiten sich immer stärker, aber die Videotelefonie steckt in der Praxis noch in den Kinderschuhen. UMTS wird zur Zeit vor allem im Zusammenhang der „Videotelefonie“ und „Mobiles Fernsehen“ angepriesen, doch finden diese Dienste bislang noch kaum Anklang. Es ist damit zu rechnen, dass sich diese Technik noch nicht mit UMTS, sondern möglicherweise erst mit einer Nachfolgetechnologie durchsetzen wird.
Spezialfall: ogo
ogo steht für "on-the-go" und ist ein flaches Handy-ähnliches Gerät. ogo bietet für Hörgeschädigte sehr interessante Funktionen:
Mit ogo ist man stets mit Textnachrichten mit anderen verbunden, die entweder SMS senden können oder sich gerade online in MSN befinden bzw. mit ogo unterwegs sind. Allerdings kann man mit ogo keine MMS senden bzw. empfangen und nicht telefonieren. ogos Zielgruppe sind eindeutig Jugendliche, die ständig mit Textnachrichten erreichbar sein wollen. Zur Zeit gibt es in der Schweiz zwei ogo-Modelle, ogo CT-12 und CT-25. Diese beiden unterscheiden sich im Funktionsumfang: ogo CT-12 kann im Gegensatz zum CT-25 nicht zum Telefonieren verwendet werden, ebensowenig für die Terminverwaltung. Damit hat ogo CT-25 bereits Funktionen, die einem PDA ähnlich sind.
Links zu den bekanntesten Schweizer Mobilnetz-Betreibern und Handy-Anbietern:
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